Vorstellung der GBF – gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung mbH

Die GBF – gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung mbH wurde am 27.01.1997 gegründet. Die Anfänge lagen im Bereich „Garten- und Landschaftsbau“ des Selbsthilfevereins Bonn-West, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1986 zurück reichen.

Zweck des Vereins aufgrund seiner Satzung war es, Menschen, bei denen besondere soziale Schwierigkeiten der Teilnahme in der Gemeinschaft entgegenstehen, Hilfe zur Überwindung der Schwierigkeiten zu gewähren, wenn sie aus eigener Kraft hierzu nicht fähig sind. Der Verein tut dies insbesondere durch die Schaffung von Arbeits- und Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Erwachsene und Jugendliche mit dem Ziel der Wiedereingliederung in das Berufsleben.

Unsere Zielsetzung ist es, Arbeitslose wieder einen Weg in den ersten allgemeinen Arbeitsmarkt aufzuzeigen und ihnen damit eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Auch in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs haben Langzeitarbeitslose immer weniger Chancen, einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. So sind insbesondere Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht, die

  • über keinen Schulabschluss verfügen

  • keine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen

  • gesundheitliche Probleme haben

  • bereits älter sind.

Erheblich erschwert wird eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, wenn bei Arbeitslosen mehrere der genannten „Risikofaktoren“ auftreten; die Gefahr einer ständig wachsenden Ausgrenzung besteht. Ein Teufelskreis öffnet sich, denn die Arbeitslosigkeit selbst wird zu einem Risikofaktor: Je länger sie anhält, desto schwieriger wird eine (Wieder-)Eingliederung!

Zunächst mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und später auch mit anderen Förderinstrumenten gelang es der GBF, betroffenen Menschen eine Perspektive zu eröffnen. Mit der Reform des Sozialgesetzbuchs und dessen Umsetzung ab Beginn des Jahres 2005 änderten sich die Rahmenbedingen wesentlich. So wurde im SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) als grundlegende Änderung festgelegt, dass bei einer nicht gelingenden Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung eine Arbeitsgelegenheit (in der Variante der Mehraufwandsentschädigung) angeboten werden kann. Diese unter dem Stichwort „Ein-Euro-Job“ oder „Gemeinwohlarbeit“ der Allgemeinheit bekannte Maßnahme wurde auch erfolgreich in den Einzelabteilungen der GBF durchgeführt.

In der längsten Zeit unseres Bestehens war die GBF hauptsächlich in den Tätigkeitsfeldern des Garten- und Landschaftsbaus aktiv. Aber auch in diesem Bereich haben sich die Anforderungen gewandelt. So übernahm die GBF ab 2005 im Auftrag der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg sowie der damaligen ARGEn der Bundesstadt Bonn sowie des Rhein-Sieg-Kreises sehr erfolgreich die Vermittlung von Saisonarbeitskräften in Landwirtschafts- sowie Gartenbaubetrieben. In diesem Zusammenhang hat uns die zuständige Aufsichtsbehörde eine inzwischen unbefristete Zulassung für die Überlassung von Zeitarbeitskräften erteilt. Wir vermitteln insbesondere Hilfskräfte in Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie des Garten- und Landschaftsbaus. In Folge der vielfältigen Umstrukturierungen durch das SGB II, geänderter Schwerpunktsetzungen in der Arbeitsmarktpolitik sowie wegfallender Finanzmittel hat die GBF die unmittelbare Übernahme ausführender Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau heute weitgehend zurückgeführt.